Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die monatlichen Flatrate-basierten Mautdienste der DMC digital Maut Consulting GmbH („Dienstleistung“).
Herausgeber des Mautprodukts in Ungarn ist die Magyar Közút Nonprofit Zrt, abgekürzt MK NZrt. (nachfolgend „Herausgeber“ genannt). Wenn Sie sich im Rahmen der Nutzung unserer Dienstleistungen für den Mautdienst registrieren, entsteht ein selbstständiges Rechtsverhältnis zwischen dem Dienstleistungsnutzer (nachfolgend „Kunde“ genannt) und dem Herausgeber. Für dieses Rechtsverhältnis gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Herausgebers (https://nemzetiutdij.hu/api/uploads/e_vignette_gtc_user_2026_01_01_pdf_69a04b3393.pdf).
(1) Die DMC digital Maut Consulting GmbH (nachfolgend „Dienstleister“ oder „DMC“ genannt) ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz am Hohenstaufenring 62, 50674 Köln. Geschäftsführer ist André Khreiche.
(2) Die Dienstleistung des Dienstleisters besteht darin, dass der Dienstleister dem Kunden eine Online-Buchungsplattform unter der URL europamaut.com (nachfolgend „Mautdienst-Shop“ genannt) zur Verfügung stellt, über die der Kunde einen vom Herausgeber ausgegebenen Mautdienst freischalten kann.
(3) Der Dienstleister ist kein autorisierter Wiederverkäufer der Nemzeti Mobilfizetési Zrt. (NM Zrt.).
Diese AGB gelten für die vom Dienstleister erbrachte Dienstleistung. Diese AGB gelten in ihrer jeweils aktuellen Fassung für alle Bestellungen von Kunden über den Mautdienst-Shop. Andere Geschäftsbedingungen finden auf die Nutzung der Dienstleistung keine Anwendung. Sofern zwischen dem Dienstleister und dem Kunden individuelle vertragliche Vereinbarungen getroffen wurden, gelten diese AGB.
(1) Die Darstellung der Mautregistrierungsdienste im Maut-Shop des Dienstleisters stellt eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden dar, einen Auftrag zu erteilen, d. h. eine Bestellung von Vermittlungsleistungen. Im Laufe des Bestellvorgangs muss der Kunde das gewünschte Mautprodukt, die Gültigkeitsdauer, den Fahrzeugtyp und die Zahlungsmethode auswählen sowie das Kennzeichen wie erforderlich eingeben. Mit dem Klick auf „Jetzt bestellen“ erteilt der Kunde dem Dienstleister einen verbindlichen Auftrag, als Beauftragter des Kunden zum Zweck der Registrierung des ausgewählten Mautprodukts beim Herausgeber im Namen des Kunden zu handeln.
(2) Der Dienstleister nimmt den Auftrag des Kunden durch Übersendung einer schriftlichen Bestätigung per E-Mail an. Der dadurch zwischen dem Kunden und dem Dienstleister geschlossene Vertrag ist ausschließlich ein Vertrag über Vermittlungs- und Beauftragungsleistungen.
(1) Die vom Dienstleister angebotene Dienstleistung ist eine monatliche Flatrate-basierte Vermittlungsleistung, durch die der Dienstleister dem Kunden bei der Beschaffung gültiger E-Vignetten für das ausgewählte Land behilflich ist („Registrierung“). Die Dienstleistung umfasst den Erwerb unbegrenzter 10-Tages-E-Vignetten oder 7-Tages-E-Vignetten oder Jahres-E-Vignetten („Mautprodukt“), abhängig vom Land, für jedes der ausgewählten Länder, solange die monatliche Flatrate aktiv ist.
(2) Der Kunde bevollmächtigt den Dienstleister ausdrücklich, eine im Mautdienst-Shop angegebene gültige E-Vignette zu beschaffen.
(3) Der Kunde gibt das Startdatum der ersten digitalen 10-Tages-, 7-Tages- oder Jahres-E-Vignette für ein ausgewähltes Land an. Nach Zahlung der ersten Gebühr wird die erste Vignette innerhalb weniger Minuten eingerichtet. Nachfolgende Vignetten für jedes der angebotenen Länder können vom Kunden innerhalb von 7 Tagen vor dem jeweiligen Gültigkeitsbeginn und nach Auswahl des gewünschten Startdatums freigeschaltet werden.
(4) Der Kunde kann den monatlichen Flatrate-Vertrag elektronisch über den persönlichen Link, den jeder Kunde individuell per E-Mail erhält („Magic Link“), mit einer Kündigungsfrist von 0 Tagen zum Monatsende kündigen. Den Magic Link können Sie über die folgende Seite abrufen: https://europamaut.com/de/flatrate-verwalten.
(1) Der Dienstleister stellt dem Kunden für die Erbringung der Dienstleistung eine monatliche Flatrate-Gebühr in Rechnung. Die Höhe der monatlichen Flatrate-Gebühr hängt vom ausgewählten Mautdienst ab und wird dem Kunden im Bestellvorgang sowie in der Kostenübersicht mitgeteilt.
(2) Die monatliche Flatrate-Gebühr für den ersten Monat ist vom Kunden bei Vertragsschluss mit dem Dienstleister zu zahlen, und für die folgenden Monate ist sie monatlich am gleichen Kalendertag zu zahlen.
(1) Die Registrierung der 10-Tages-, 7-Tages- oder Jahres-E-Vignette durch den Dienstleister wird dem Kunden mit Erhalt einer Registrierungsbestätigung bestätigt. Erst dann ist die Registrierung abgeschlossen, die Leistungspflichten des Dienstleisters erfüllt, und der Kunde wird Inhaber des im Bestellvorgang individuell zusammengestellten Mautprodukts.
(2) Der Erwerb des Mautprodukts begründet ein Rechtsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Herausgeber. Ansprüche aus dem Mautprodukt selbst können nur gegenüber dem Herausgeber und nicht gegenüber dem Dienstleister geltend gemacht werden, der ausschließlich die Abwicklung der Registrierung sicherstellt. Es wird auf die AGB des Herausgebers verwiesen (https://nemzetiutdij.hu/api/uploads/e_vignette_gtc_user_2026_01_01_pdf_69a04b3393.pdf).
(3) Sollte der Kunde auf mautpflichtigen Straßen fahren, ohne die Registrierungsbestätigung erhalten zu haben, oder nach Erhalt der Registrierungsbestätigung auf mautpflichtigen Straßen fahren, die vom ausgewählten Mautprodukt nicht abgedeckt sind, und infolgedessen eine oder mehrere Strafen wegen möglicherweise unerlaubter Nutzung mautpflichtiger Straßen erhalten, werden solche Strafen nicht vom Dienstleister übernommen.
(4) Für den Fall, dass die Registrierungsbestätigung nicht eingeht, ist der Kunde verpflichtet, den Kundensupport unter [email protected] zu kontaktieren.
(1) Der Kunde ist für die korrekte Eingabe der Daten im Bestellvorgang verantwortlich, insbesondere für die Auswahl des Mautprodukts, den Beginn der Gültigkeitsdauer und den Fahrzeugtyp, die Eingabe des Kennzeichens sowie die Kontaktdaten des Kunden. Eine Fehleingabe fällt nicht in die Verantwortung des Dienstleisters.
(2) Zur Vermeidung einer versehentlichen Fehleingabe muss der Kunde das Kennzeichen im Bestellvorgang mehrfach eingeben. Vor Abschluss der Bestellung muss der Kunde die Richtigkeit der Kennzeichen innerhalb von 15 Minuten aktiv bestätigen. Sind die Kennzeichen nicht korrekt, kann der Kunde eine Änderung vornehmen. Erfolgt die Bestätigung oder ggf. eine Änderung der Kennzeichen durch den Kunden nicht innerhalb von 15 Minuten, werden die zuvor vom Kunden angegebenen Kennzeichen in der Regel vom System bestätigt und die Registrierung durchgeführt. Es besteht kein Anspruch auf die automatische Bestätigung der Kennzeichen.
(3) Sollte trotz der vorgenannten Maßnahmen zur Vermeidung eines solchen Fehlers dennoch eine Fehleingabe eines Kennzeichens vorliegen, kann das Kennzeichen nur im Rahmen der vom Herausgeber festgelegten Bedingungen geändert werden.
(4) Erfolgt die Zahlung oder die Kennzeichenbestätigung an einem späteren Tag als dem gewählten Startdatum des Produkts, wird die Dienstleistung zum frühestmöglichen Zeitpunkt erbracht. Dem Kunden ist bekannt, dass eine Registrierung seiner Kennzeichen nicht rückwirkend erfolgen kann.
(1) Der Dienstleister ist berechtigt, die monatliche Flatrate-Gebühr entsprechend der Entwicklung der Gesamtkosten anzupassen, die für die Kalkulation des vereinbarten Preises maßgeblich sind. Die Anpassung erfolgt nach billigem Ermessen auf Grundlage von § 315 BGB. Eine Preisanpassung erfolgt nur in dem Umfang, in dem sich die Gesamtkosten erhöht oder verringert haben. Der Kunde wird über eine geplante Preisanpassung mindestens acht Wochen vor deren Wirksamwerden schriftlich informiert.
(2) Die Gesamtkosten bestehen insbesondere aus Kosten für Technologie, Kundensupport, Personal und Dienstleistungen, Energie sowie Gemeinkosten (z. B. für Verwaltung, Marketing, Miete, Zinsen).
Die folgende Widerrufsbelehrung gilt, wenn Sie Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind.
(1) Widerrufsrecht: Sie haben das Recht, diesen Vertrag innerhalb von vierzehn (14) Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns, DMC digital Maut Consulting GmbH, Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, und [email protected], mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
(2) Folgen des Widerrufs: Wenn Sie diesen Vertrag wirksam widerrufen, erstatten wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben). Die Rückerstattung durch DMC erfolgt unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist, unter Verwendung desselben Zahlungsmittels, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart. In keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückerstattung Entgelte berechnet.
(3) Wertersatz: Wenn Sie verlangt haben, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht. Die Berechnung des Wertersatzes erfolgt anteilig auf der Grundlage des Preises der Dienstleistung und des abgelaufenen Gültigkeitszeitraums nach der banküblichen Methode (jeder Monat wird mit 30 Tagen, jedes Jahr mit 360 Tagen berechnet).
- Ende der Widerrufsbelehrung -
(4) Muster-Widerrufsformular: Die Verwendung eines Muster-Widerrufsformulars ist nicht vorgeschrieben. Wenn Sie den Vertrag anhand dieses Formulars widerrufen möchten, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.
DMC digital Maut Consulting GmbH, Hohenstaufenring 62, 50674 Köln
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (Bestellnummer*)
Bestellt am (*)/erhalten am (*)–
Name des/der Kunden
Anschrift des/der Kunden
Unterschrift des/der Kunden (nur bei Mitteilung auf Papier)
Datum
(*) Unzutreffendes streichen
(5) Im Falle einer unberechtigten Rückbuchung durch den Kunden, beispielsweise durch Einleitung eines Dispute beim Zahlungsdienstleister, erhält der Kunde eine Mahnung, die folgende Gebühren der jeweiligen Zahlungsdienstleister enthält: Mollie (umfasst die Zahlungsarten Giropay, Sofort, iDEAL, EPS, Transfer, Klarna) 5€, Stripe (Kreditkarte) 20€, Paypal 14€.
Der Dienstleister behält sich vor, Kunden, die erfolgreich ein Mautprodukt registriert haben, kurz vor Ablauf der Gültigkeit eine Erinnerungs-E-Mail zu senden. Diese E-Mail informiert den Kunden darüber, dass ggf. ein neues Mautprodukt registriert werden muss. Mit der Annahme der AGB erklärt sich der Kunde ausdrücklich damit einverstanden, die eine Erinnerungs-E-Mail zu erhalten. Der Kunde kann dem Empfang der Erinnerungs-E-Mail während des Bestellvorgangs und jederzeit widersprechen.
(1) Der Dienstleister bietet dem Kunden in seinem Online-Shop die Möglichkeit, einen grenzüberschreitenden Routenplaner zu nutzen, um mit möglichst geringem Aufwand herauszufinden, welche Mautprodukte in den jeweiligen Ländern erforderlich sind. Der Routenplaner umfasst derzeit die folgenden Länder (Stand 25.02.2025): Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Rumänien, Schweiz und Slowakei.
(2) Die vom Routenplaner bereitgestellten Ergebnisse sind nicht zugesichert.
(3) Es liegt in der eigenen Verantwortung des Kunden, sich über die erforderlichen Mautprodukte zu informieren und diese vor dem Befahren einer mautpflichtigen Straße zu erwerben. Insbesondere kann der Dienstleister nicht verantwortlich gemacht werden, wenn der Kunde – auch aufgrund möglicherweise fehlerhafter Ergebnisse des Routenplaners – mautpflichtige Straßen ohne entsprechendes Mautprodukt befährt und dafür eine Strafe erhält. Der Kunde ist verpflichtet, die jeweiligen Verkehrszeichen zu beachten und ein entsprechendes Mautprodukt zu erwerben, wenn Hinweise auf eine Mautpflicht bestehen, auch wenn der Routenplaner für die befahrene Strecke kein Ergebnis geliefert hat.
(1) Der Dienstleister behält sich vor, Verdachtsfälle von Betrug oder der betrügerischen Erlangung von Leistungen zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen. Der Dienstleister behält sich ferner vor, zivilrechtliche Schritte einzuleiten, beispielsweise die Rückforderung eines zunächst gewährten Wertersatzes. Darüber hinaus ist der Dienstleister berechtigt, den Kunden in diesen Fällen von künftigen Leistungen auszuschließen.
(2) Der Dienstleister ist gesetzlich nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, und bietet derzeit auch keine freiwillige Teilnahme an.
(3) Das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Dienstleister unterliegt ausschließlich deutschem Recht. Die Anwendung des UN-Kaufrechts sowie der kollisionsrechtlichen Bestimmungen des Internationalen Privatrechts ist ausgeschlossen. Davon unberührt bleiben die zwingenden verbraucherschutzrechtlichen Bestimmungen des Landes, in dem der Kunde als Verbraucher seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.
(4) Für Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis mit Kunden, die keine Verbraucher sind, ist ausschließlicher Gerichtsstand – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Dienstleisters in Köln, Deutschland. Bei Verbraucherkunden dürfen Verfahren gegen einen Verbraucher nur vor den Gerichten des Mitgliedstaats erhoben werden, in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat. Verbraucher können Verfahren gegen den Dienstleister entweder vor den Gerichten Deutschlands oder vor den Gerichten des Mitgliedstaats erheben, in dem der Verbraucher seinen Wohnsitz hat.
(5) Die Unwirksamkeit oder Undurchsetzbarkeit einer Bestimmung dieser AGB berührt nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen. Eine unwirksame Bestimmung wird durch die anwendbare gesetzliche Regelung ersetzt, die ihrem beabsichtigten Zweck am nächsten kommt. Dasselbe Prinzip gilt für vertragliche Angelegenheiten, die in diesen AGB nicht ausdrücklich geregelt sind.
Datum: 24.07.2026